Spitze Feder

 

krois federVon Komm. Rat Hannes Krois

Eigentlich wollte ich über Angela Merkel nichts mehr schreiben. Weil es einfach nichts mehr zu schreiben gibt. Man kann immer den Bogen überspannen. Und somit auch das Vertrauen. Ein großes Deutschland ohne eine effektive Regierung ist Ergebnis und Realität. Demnach ist Angela Merkel auch nur mehr die ausgehöhlte Marionette beim Staatsbesuch des unglaublich jungen Bundeskanzlers Sebastian Kurz in Berlin. Zuletzt am 21.Juni 1978 hatte die österreichische Seele im ewigen Zweikampf mit dem deutschen Brudervolk eine Genugtuung erhalten. An diesem Tag unterlag der amtierende Fußball-Weltmeister Deutschland der österreichischen Nationalmannschaft. Somit 2:3 für Österreich bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Cordoba. Daß am Ende beide Mannschaften aus dem Turnier ausschieden, war egal. Es zählt den Österreichern einzig und allein „Das Wunder von Cordoba“. Nach der unnotwendigen Bruderschlacht bei Austerlitz 1866 der Habsburger gegen die Preußen rückte das Habsburgerreich in die Defensive. Die Preußen erhielten zwar den Namen Piefke und magazinierten militärisch und wirtschaftlich auf. Die Österreicher drehten aber an der Weltuhr weiter. Kaiser Franz Joseph eröffnete per Telegramm über die Post in Bad Ischl den I. Weltkrieg. Den Zweiten Weltkrieg startete der Braunauer Adolf Hitler mit seiner Kriegserklärung an Polen. In den Geschichtsabläufen waren die Österreicher immer fleißig dabei. Geschichtsabläufe, die negativ besetzt waren. Mit Sebastian Kurz, dieser Tage in Berlin, wurde ein neues „Österreich-Bild“ geschaffen. Als Außenminister in der letzten Rot-Schwarzen Regierung hatte Sebastian Kurz dann doch erkannt, daß Europa ohne Schutz der Außengrenzen und einer geregelten Einwanderung an die Grenzen seiner eigenen Existenz gehen wird. Mit der von Kurz mitgetragenen Sperre der sogenannten Balkanroute gab es böse Schelte aus Merkels Hochburg in Berlin. Mit seinen neuen Erkenntnissen zur Flüchtlingspolitik startete Sebastian seinen Wahlkampf und überholte manchmal gar die FPÖ mit ihren zahlreichen warnenden Worten. Jedenfalls wollen auch die Deutschen einen Sebastian Kurz, der strategisch klar „Ursache&Wirkung“ deuten kann. Die Wirtschafts-Lokomotive Deutschland funktioniert immer noch bestens. Vorrangig aber durch die fleißigen Hände der Deutschen. Die EU selbst liegt derzeit seemännisch gesagt, im „Trockendock“. Nichts passiert, nachdem Deutschland keine ordentliche Regierung hat. Dennoch gehen die Dinge der Welt unaufhörlich weiter. Die Engländer mit ihrem Brexit (Hauptursache Flüchtlingskrise), die Chinesen mit dem Start zur führenden Weltmacht, die Haßpolitik der Türkei gegen die EU und einiges mehr. Es ist hart an der Zeit, daß Deutschland sich regierungstechnisch wieder findet. Nachdem bislang alle Versuche von Angela Merkel mit ihr an der Spitze eine neue Regierung zu bilden, gescheitert sind, wird man in der CDU auf Personensuche gehen müssen. Schlußendlich steht auch der Juniorpartner CSU in Bayern unter zeitlichem Zugzwang. Hier gibt es am 14. Oktober Landtagswahlen. Da geht es sprichwörtlich um die „Wurscht“. Wie es funktioniert, können sich die Deutschen von den Österreichern gerne abschauen...

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