Spitze Feder

 

krois federVon Komm. Rat Hannes Krois

Wir zählen das Jahr 2018. Vor 35 Jahren gründete ich gemeinsam mit meiner Frau Ulrike das Süd-Ost Journal. Ein Leben permanent im Kampf voller Höhen aber auch mit Tiefgängen. Vieles wurde bewirkt und bewegt. Die Leser waren damals im Jahre 1983 noch die Kriegsgeneration und die erste Generation nach dem II. Weltkrieg. Heute 2018 ist die Kriegsgeneration nahezu nicht mehr am Leben, Diese Generation hat nach Kriegsende wieder Österreich aufgebaut. Diese unsere Vorfahren sind nicht ausgewandert. Aus den Schuttbergen wurden wieder Häuser gebaut. Niemand saß irgendwo herum und stahl dem „Herrgott den Tag“. Niemand bekam eine Art Mindestsicherung oder diverse Zuwendungen. Wer als Schwerkranker einen Platz in einem Krankenhaus finden konnte, der war auch mit einem Bett auf dem Gang zufrieden. Ansonsten waren die Hausärzte da und schufteten Tag und Nacht. Diese Idealisten behandelten die Menschen vormittags in der Ordination und nachmittags bei der Visite direkt beim Patienten. Zwischendurch Hausgeburten und überschaubare Operationen ohne Vollnarkose in der Ordination. In den Küchen der Familien gab es vielfach Suppe, Palat- schinken, Erdäpfel in jeder Art und am Sonntag vielleicht einen gebratenen Stallhasen, Tauben oder ein älteres Legehuhn. Über Eingelegtes, wie Kirschen, Zwetschken oder Birnen freute man sich sehr. Es gab nach dem Krieg in den 50er Jahren keinen Fernseher. Wer einen Radio hatte, der war ein Kaiser. Der konnte auch ein Mädchen einladen zur abendlichen Musik. Vielleicht gab es eine Zigarette, die man hinterm Haus verstohlen rauchen konnte. Jetzt haben wir 2018. In den Familien gibt es mehr Streit als Harmonie. Gegessen wird nach Lust und Laune aus dem Kühlschrank oder aus den Packerln und Schachteln. „Fast Food“, eben Fertiggerichte sind angesagt. Vielfach grausliches Essen, vollgepumpt mit Aromastoffen und Chemie. Kiffen, sagen manche, ist eh nicht ungesund. Heute ist 2018. In diesem Jahr hätte ich womöglich das Süd-Ost Journal nicht gegründet. Die dritte Generation nach dem Weltkrieg hat größte Schwierigkeiten beim Lesen und beim Schreiben von zusammen hängenden Sätzen. Man glaubt, daß man mit Stummel-Wörtern via Facebook usw. schon was mitteilen kann. Ja, vielleicht im Kreis der Le- gastheniker. Da könnte es gerade noch reichen. Die Gehirne arbeiten beschränkt. Es geht ums Geld fürs Ausgehen und für das nächste Piercing. Wer nicht klar kommt, der bekommt sowieso gleich irgend eine Therapie. Der Staat ist ja voll darauf eingerichtet. Der Tenor: „ Man ist ja so daneben, weil man nicht versteht, daß man eigentlich nur Ruhe haben möchte“. Die österreichischen Schüler sind im EU-Vergleich höchst schlecht eingestuft. Mit dem arabischen Sturm über unsere Grenzen ab 2015 befinden sich gleich sowieso mehr Migranten-Kinder in unseren Schulen. Von der Deutschen Sprache und grundsätzlichen Dingen weit von allem entfernt, was ein Pädagoge als lernfähig einstufen würde. In diesem Umfeld sollten die heimischen Kinder was lernen. Ein Chaos ist das. Ein Verbrechen zudem an jenen Kindern, die lernen wollen. Wenn ich das Süd-Ost Journal dennoch im heurigen Jahr, 2018 als um 35 Jahre jüngerer Mensch gegründet hätte, dann wären wir jetzt im Jahre 2053. Der Blick in diese nahe Zukunft ist einfach grauslich. Wir brauchen dringend unsere Zukunft...

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Süd-Ost Journal

"Für die Menschen, für die Region"