„Frauen in der Holzindustrie” zeigt Chancen und große Potenziale

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Eine brandaktuelle Umfrage zeigt nun, dass der Fokus auf Frauen in der Holzindustrie großes Potenzial in sich birgt, welches es zu heben gilt. Eine brandaktuelle Umfrage zeigt nun, dass der Fokus auf Frauen in der Holzindustrie großes Potenzial in sich birgt, welches es zu heben gilt.

Die steirische Holzindustrie ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor: Ins­gesamt sind hier vom klassi­schen Traditionssägewerk über die Hersteller von Weiterverarbei­tungs­produkten wie etwa Brett­sperr­holz bis zu Erzeugern von Fens­tern, Möbeln, Parketten, Fertigteilhäusern und Co rund 230 Betriebe tätig, die knapp 6.000 Jobs - gerade oft in strukturschwächeren Regionen - sichern. Und die Bran­che wächst, wenngleich der Fach­kräftemangel auch hier immer stärkere Auswirkungen mit sich bringt. „Immer öfter beklagen Unternehmen, dass es ihnen weder mög­lich ist, alle angebotenen Lehr­stellen zu besetzen, noch die dringend benötigten Mitarbeiter zu finden”, erklärt Monika Zechner, Obfrau der steirischen Holzindustrie.
Eine brandaktuelle Umfrange un­ter den Betrieben zeigt nun, dass der Fokus auf Frauen in der Holzindustrie großes Potenzial in sich birgt, welches es zu heben gilt. „Nahezu jeder Betrieb der Holzindustrie sucht derzeit Mitarbeiter in allen Bereichen, vom Hilfspersonal bis zum hochqualifizierten Facharbei­ter”, so Zechner.
Neue Ansätze zur Unterstützung der Unternehmen auszuloten, war deshalb Grund für eine Umfrage der Frachgruppe Holzindustrie der WKO Steiermark, die jüngst unter dem Titel „Frauen in der Holzindustrie” bei allen Mitgliedsbetrieben durchgeführt wurde.
Die brandaktuellen Ergebnisse dazu sprechen eine sehr deutliche Sprache: Mehr als ein Drittel der Betriebe (36 Prozent) haben den Personalstand in den letzten drei Jahren vergrößert. Da der Anteil der Bewerberinnen, laut 83 Prozent der befragten Unternehmen, aber nur zwischen null und zehn Prozent liegt, werden die Stellen vorwie­gend mit Männern besetzt. Gleich­zeitig aber geben fast die Hälfte der befragten Unternehmen (46 Pro­zent) an, die Möglichkeit zu haben, mehr Frauen zu beschäftigen. Durchschnittlich ist lediglich jede sechste Stelle in der Holzindustrie mit einer Frau besetzt.
Diese aktuellen Zahlen belegen, dass insbesondere der Frauenanteil ausbaufähig ist. Das lasse im Um­kehrschluss zwei Folgerungen zu, so Zechner: „Frauen jeder Alters- und Ausbildungsstufe haben in der Holzindustrie exzellente Chancen, einen sicheren Arbeitsplatz in der Region mit ausgezeichenten Kar­rie­remöglichkeiten zu finden. Und: Wachstum ist in den meisten Betrieben nur mit Fokus auf Mitarbeiterinnen möglich. Wir können und wollen nicht auf den weiblichen Teil der Bevölkerung verzichten.”
Warum sich so viele Frauen aber diese ausgezeichnete Job-Mög­lich­keiten entgehen lassen, belegt die Umfrage ebenso: Die Jobs werden aus Sicht nahezu aller befragten Unternehmen von den Bewerberinnen vermutlich als „zu körperlich an­strengend” (89 Prozent) und die Holzindustrie möglicherweise als „Männerbranche” (66 Prozent) ge­sehen. „Diese Vorbehalte zu ent­kräftigen und stattdessen die Betriebe in den Regionen als hochattraktiv zu präsentieren, ist unser Ziel”, so Zechner abschließend.

Süd-Ost Journal

"Für die Menschen, für die Region"