Ortsreportage Naas

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Die Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft Naas-St. Martin bietet eine fundierte Ausbildung. Rechts daneben das Gemeindeamt. Die Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft Naas-St. Martin bietet eine fundierte Ausbildung. Rechts daneben das Gemeindeamt.

Die Gemeinde Naas ist das Eingangstor zum Almenland und zur Energieregion Weiz-Gleisdorf

Wissenswertes über die Gemeinde Naas
Die Gemeinde Naas, eingebettet zwischen Weiz- und der Raabklamm, liegt auf einer Höhe von 400 m bis 1.270 m, umfasst eine Fläche von 2078 Hektar und hat rund 1.500 Einwohner. Bürgermeister ist seit 2015 LAbg. Bernhard Ederer (ÖVP). Dem Gemeindevorstand gehören weiters Vizebürgermeister Anton Paier (ÖVP) und Gemeindekassier Josef Riedl (ÖVP) an. Im Gemeinderat hat die ÖVP 11 Mandate, SPÖ und FPÖ jeweils zwei. Die Gemeinde umfasst die fünf Katastralgemeinden Affental, Birchbaum, Dürntal, Gschaid bei Weiz und Naas. Besondere Sehenswürdigkeiten sind die beiden bekannten Tropfsteinhöhlen Grasslhöhle und Katerloch, sowie die Ruine Sturmberg mit einem gotischen Fenster aus dem 12. Jahrhundert. Erwähnenswert ist auch, dass in Naas die einzige Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft im Bezirk Weiz ihren Sitz hat. Naas ist auch die schaf­reichste Gemeinde der Steiermark mit über 2.000 hier weidenden Tieren. Bekannt ist die Schafbäuerin Karina Neuhold („Wollwelt“), die ihren Wohnsitz ebenfalls in der Gemeinde Naas hat.
Wirtschaft und Infrastruktur
In Naas gibt es einen bunten Branchenmix mit zwei großen Arbeitgebern, sowie zahlreichen Klein- und Mittelbetrieben, darunter insgesamt acht (!) Autowerkstätten bzw. Autohändler, sowie zwei Gasthäuser und einen Buschenschank.

Der Landtagsabgeordnete Bernhard Ederer ist seit dem Jahr 2015 Bürgermeister von Naas.
Vizebgm. Anton Paier, LAbg. Bgm. Bernhard Ederer und Gemeindekassier Josef Riedl mit dem Gemeindewappen von Naas.

Erwähnenswert ist auch die Forellenzucht Hubert Schröcker, eine der größten Fischzüchterbetriebe der Steiermark. Schröcker liefert seine Fische z.B. auch an den Landhauskeller in Graz oder an das Hotel Sacher in Wien. Naas hat eine Vielzahl an Vereinen; der größte ist der Eisschützenverein mit 180 Mitgliedern. Weiters eine Fußballspielgemeinschaft, einen Tennisverein und vieles mehr. Die Volksschule und der Kindergarten bieten auch eine Nachmittagsbetreuung an.
Spatenstich für zwei weitere Wohnhäuser mit 8 Wohnungen
Kürzlich fand im Burgweg der Spatenstich für zwei weitere Wohnhäuser mit insgesamt acht Wohneinheiten (Miet- und Mietkaufwohnungen) statt. Dazu konnte LAbg. Bgm. Bernhard Ederer neben den Vorstanndsmitgliedern und Vertretern der Baufirmen auch Landesrat Johann Seitinger begrüßen. Bauherr ist die Gemeinnützige Siedlungsgesellschaft ELIN GmbH Weiz. Das Bauvolumen beträgt rund 1,52 Millionen Euro, davon betragen die Fördermittel des Landes Steiermark 1,15 Millionen Euro.
Alle Wohnungen der beiden Reihenhäuser verfügen über eine großzügige Terrasse und einen Gartenanteil. Zwei Wohnungen im Erdgeschoss sind barrierefrei. Die Wohnungen haben eine Größe von 90 Quadratmetern und haben Zentralheizung und Warmwasserbereitung mit Fernwärme der Biomasse Naas. Die Bauarbeiten sollen im Oktober 2018 abgeschlossen sein und die Wohnungen an die neuen Mieter übergeben werden.
Es gibt zwar bereits eine Interessentenliste für die Wohnungen, aber es besteht durchaus noch die Möglichkeit eine freie Wohnung zu bekommen. Bei Interesse sollte man sich direkt bei der Siedlungsgenossenschaft melden.
Das Gemeindewappen von Naas
Am 10. Juni 1990 erhielt die Gemeinde Naas ihr eigenes Wappen. Auf silbernem Grund zeigt es die Ruine Sturmberg als rechteckigen Turm mit einem gotischen Fenster aus dem 12. Jahrhundert. Der Krebs als Wappentier der Sturmberger soll auf das reine Wasser und die Tannenzweige auf den Waldreichtum hinweisen.

Kürzlich erfolgte der Spatenstich für zwei Reihenwohnhäuser mit insgesamt acht Wohneinheiten am Burgweg in Naas. Mit dabei LR Hans Seitinger.
Karina Neuhold aus Naas ist auch die Obfrau der Weizer Schafbauern
Die beiden Tropfsteinhöhlen Katerloch und Grasslhöhle sind einzigartig in Österreich.

Die beiden Tropfsteinhöhlen Katerloch und Grasslhöhle
Das Katerloch, die tropfstein­reichste Schauhöhle Österreichs und liegt in den Sattelbergen zwischen Weiz- und Raabklamm. Die Höhle weist auf rund einem Kilometer Führungsweg einen Höhenunterschied von 135 m auf. Neben einer Fülle von feinen Kalkkorallen, hauchdünnen, weißen und farbigen Kalkvorhängen, meterhohen, zarten Kalkkerzen und funkelnden Kristallsäulen erwartet die Besucher hier ein wahrer Tropfsteinurwald. Das Katerloch gilt unter Höhlenkennern als Geheimtipp, denn es ist erst seit 2004 wieder möglich, die Schönheiten dieser Schauhöhle zu besichtigen.
Die Grasslhöhle in der Oststeiermark gilt als die älteste Schauhöhle Österreichs. Sie liegt am Südosthang des Sattelbergs in Dürntal, Gemeinde Naas. Seit 1816 ist die Grasslhöhle durch ihren Tropfsteinreichtum bekannt. Manche Tropfsteine weisen ein Alter von bis zu 100.000 Jahren auf.
Bequem begehbare Steiganlagen und eine effektvolle Beleuchtung machen die Grasslhöhle zu einem besonderen Naturerlebnis für Jung und Alt. Den kleinen Durst kann man in der dazugehörenden Mostschenke löschen.
Wollige „Rasenmäääher“ rund um Naas
Auf den Wiesen und Hängen rund um Naas sieht man viele Schafe weiden. Es kommt somit nicht von ungefähr, dass Naas die schafreichste Gemeinde der Steiermark ist. Die köstliche Milch und das schmackhafte Fleisch der wolligen Vierbeiner werden von den Weizer Schafbauern zu den wohlschmeckenden Produkten verarbeitet. Damit werden dann regionale Gastronomiebetriebe, viele Einzel- und Großhandelsgeschäfte beliefert. Wo viele Schafe sind, gibt es auch Wolle. Karina Neuhold hat es sich mit ihrer Woll-Welt zum Ziel gesetzt, den Wert der heimischen Schafwolle wiederherzustellen. In ihrem Bergbauernhof auf 700 m Höhe werden nicht nur Schafe gehalten, sondern auch deren Wolle in Handarbeit und mit viel Liebe zum Detail zu kunstvollen Unikaten verarbeitet. Im 200 Jahre alten Bauernhaus können diese Filz- und Wollstücke besichtigt werden.
Karinas Wollwelt – eine besondere Attraktion in Naas.
Mit ihrer Wollwelt hat sich Karina Neuhold einen Traum verwirklicht. Aber lassen wir sie selbst ihre Geschichte erzählen:
„Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen. Im Alter von 18 Jahren bekam ich ein Schaf mit wunderbar weicher Wolle. Mein großer Vorsatz war, dass ich mir aus dieser Wolle meines Lieblings etwas zum Anziehen fertigen wollte. Also begann ich das Spinnen zu erlernen. Später verstrickte ich Wolle zu Westen und Pullover. Bald wollte ich Farbe in meine Stücke bringen. So färbte ich wie in einer Hexenküche mit Blüten, Blättern und Wurzeln. Ich entwickelte mich ständig weiter, nach und nach erlernte ich die verschiedenen Handarbeitstechniken.“
„Mit meinem Motto „Denkbares ist machbar“ wurde meine Wollprodukt-Palette ständig größer. Vor einigen Jahren begann ich einen Teil meiner Produkte mit Kräuter-Einlagen zu kombinieren - so wird das Wohlbefinden meiner Kunden noch mehr gesteigert. Schafwolle ist eine wunderbare Naturfaser, deren Wirkung so wohltuend und ausgleichend ist. Ich gehe mit meinen Schafen und meiner Umwelt sehr sorgsam um - meine nachhaltigen Schafwollprodukte werden vollständig am Hof erzeugt“, so Karina Neuhold.

Letzte Änderung am Mittwoch, 06 Dezember 2017 14:43

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