Ortsreportage Hofstätten/Raab

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Das neue Gemeindezentrum befindet sich am höchsten Punkt der Gemeinde und wurde am 1. Oktober feierlich eröffnet. Das neue Gemeindezentrum befindet sich am höchsten Punkt der Gemeinde und wurde am 1. Oktober feierlich eröffnet.

Die heutige Gemeinde Hofstätten an der Raab entstand bereits 1968 durch Zusammenlegung der ehemaligen selbständigen Gemeinden Hofstätten, Wetzawinkel und Wünschendorf-Pirching. Der linksseitige Terrassenrand des Raabtales im Bereiche der Gemeinde Hofstätten war schon früh besiedelt. Während der Römerzeit führte hier eine Straße von Gleisdorf kommend in südöstliche Richtung. Die Landschaft der Gemeinde prägen vor allem auch eine Reihe von Kapellen und Bildstöcken. Hervorzuheben ist die an der Bundesstraße in Pirchingberg stehende Hartl-Kapelle, die 1893 an der Stelle eines schon 1646 genannten Kreuzes errichtet wurde.
Heute hat die Gemeinde Hofstätten an der Raab ca. 2400 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Fläche beträgt 15,25 km2. Für das pulsierende Gewerbegebiet wurde bereits in den 80er Jahren der Startschuss gegeben und es erfreut sich für weiteren Zuzug immer noch größter Beliebtheit. Maßgeblich dafür ist natürlich die perfekte Lage durch einen direkten Autobahnanschluss. Anfang Dezember 1981 konnte das Teilstück Gleisdorf/ West-Gleisdorf/Süd (Wünschendorf) der Südautobahn seiner Bestimmung übergeben werden, wodurch auch für Wünschendorf selbst eine Verkehrsentlastung bewirkt wurde. Heute fahren von den gut 22.000 Fahrzeugen täglich trotzdem bis zu 12.000 durch den Ortsteil Wünschendorf um nach Gleisdorf und weiter nach Weiz zu kommen. „Der Verkehr und Lärm ist für die betroffenen Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger wirklich eine Belastung“, so Bürgermeister Ing. Werner Höfler, der auf eine Umfahrungsstraße pocht.
Die Florianis von Hofstätten sind durch die B68, die durch die Gemeinde verläuft, leider gut beschäftigt. Durch das hohe Verkehrsaufkommen kommt es zu entsprechend vielen technischen Einsätzen. Die Freiwillige Feuerwehr Hofstätten ist auch für den Autobahnabschnitt Gleisdorf Süd bis Sinabelkirchen zuständig und rückt auch hier jährlich zu zahlreichen Einsätzen aus.

Hier macht lernen Spaß: Eines der neuen Klassenzimmer der Volksschule
Bürgermeister Ing. Werner Höfler setzt starke Impulse für seine Gemeinde.
Der Gemeinderatssitzungsaal ist ebenfalls sehr modern ausgestattet.

Das neue Gemeindezentrum wurde am 1. Oktober feierlich eröffnet
Nachdem die Projekte „Neubau Kindergarten und Sporthaus“ abgeschlossen und schon einige Monate in Betrieb sind, wurde das nächste Großprojekt umgesetzt, nämlich die Adaptierung des Hauptgebäudes der ehemaligen Fachschule für Gemeindeamt und Volksschule. Das Dach wurde zur Gänze erneuert, zusätzlich erfolgte eine thermische Sanierung, die bestehenden Wasserleitungen mussten zum Großteil ersetzt werden und rund um das Gebäude wurden Abdichtungen durchgeführt. Das neue Gemeindezentrum umfasst nun den Kindergarten und Kinderkrippe nebenan, neue Volksschule mit Nachmittagsbetreuung, Turnsaal und Sportplatz mit Umkleide und Duschmöglichkeiten, Veranstaltungssaal mit notwendiger Infrastruktur und Innenhof, Räumlichkeiten für Vereine und Musikschule, und ein modernes Gemeindeamt mit Sitzungssal. Im Veranstaltungssal haben ca. 180 Leute Platz, die neue Küche kann gastromäßig genutzt werden, z.B. für Catering bei Feiern. Der Innenhof des Gemeindezentrums schließt an diesen Veranstaltungssaal an, somit sicher für die verschiedensten Veranstaltungen und auch private Feierlichkeiten attraktiv.
Für die 60 Kinder, die nachmittags in der Volksschule betreut werden, wird die Küche für die Aufbereitung der Mahlzeiten genutzt. Auch Kurse für die Kinder sind in der hauseigenen Küche angedacht. Da die ehemalige Obstbaufachschule als Internatschule geführt wurde, hat es die Küche am selben Ort bereits vorher gegeben, im Zuge des Umbaus wurde diese nun erneuert.
Besonders viel Wert wurde auf die lichtdurchflutete Architektur gelegt. Da sich das Gebäude auf dem höchsten Punkt der Gemeinde befindet (Pirching 80), hat man von hier eine wunderbare Aussicht. Technisch ist man ebenso up to date, die Beleuchtung ist auf stromsparender und langlebiger LED-Basis, eine Photovoltaikanlage befindet bereits seit 10 Jahren auf dem Dach. Für die Umbauarbeiten wurde die Anlage kurzzeitig entfernt und nach der Erneuerung des Daches wieder aufgebaut. Um auch in Sachen E-Mobilität ebenfalls zukunftsfit zu sein, befinden sich am Parkplatz zwei E-Ladestationen für Elektroautos mit Schnelladefunktion. Die Heizung wird über das umweltfreundliche Hackschnitzelheizhaus in unmittelbarer Nähe „befeuert“. Kühlen Kopf bewahrt man im Gemeindeamt durch eine Klimaanlage. In den Klassenräumen der Volksschule sind CO2 Geräte integriert, die den CO2 Gehalt messen und auf Bewegung reagieren. So stellt sich die Anlage ab, wenn sich niemand in den modernst ausgestatteten Klassenzimmern befindet.
Die Nutzfäche des Gemeindeamtes beträgt ca. 700 Quadratmeter, insgesamt sind es 3500 Quadratmeter im gesamten Gemeindezentrum. Das Gebäude ist durch Fahrstühle völlig barrierefrei. Mit dem neuen Standort wurden außerdem neue Amtszeiten eingeführt, diese sind: Montag bis Freitag von 7 bis 12.30 Uhr, donnerstags zusätzlich von 17 bis 19 Uhr.

Der Innenhof wird von den Schülerinnen und Schülern als Pausenhof genutzt und ist mit einem speziellen, rutschfesten Boden ausgestattet. Für Veranstaltungen steht der Innenhof zusätzlich zum Veranstaltungssaal ebenfalls zur Verfügung.

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